HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN (FAQ)

Können Mycometer-Ergibnisse helfen, den sanierungsprozess effizienter und ökonominscher zu machen ?

Ja. Zeit ist GELD. Wenn nicht auf Laborergebnisse gewartet werden muss, können Sanierungsarbeiten schnell begonnen und so können ein schnelles Wiederbeleben und eine schnelle Wiedernutzung von Flächen/Gebieten schneller ermöglicht werden. Darüber hinaus kann der Mycometer-Surface-Test die Effizienz von bestimmten Methoden messen, mit der kontaminierte Materialien gereinigt werden. Die Verwendung des Mycometer-Surface-Tests ermöglicht es Sanierern und Beratern, schnell und empirisch zu bestimmen, ob Materialien gereinigt werden können oder nicht.

Haben die Mycometer-Ergebnisse vor Gericht Bestand ?

Wir können zwar nicht den Ausgang von Rechtsstreitigkeiten vor Gericht voraussagen, aber wir können über den letzten Ausgang von Verfahren an Gerichten in Texas und Florida berichten. Expertenmeinungen, die sich auf Mycometer-Proben beriefen, wurden an drei Gerichten in Florida und an sechs Gerichten in Texas akzeptiert. Die weitverbreitete Akzeptanz der Mycometer-Testergebnisse von US-Bundesbehörden wie dem Verteidigungsministerium oder staatlichen Einrichtungen (z.B. den Gesundheitsämtern von Florida und Texas) verdeutlicht die Akzeptanz der Methode vonwissenschaftlichen Experten. Die Akzeptanz von Mycometer hängt von Expertenmeinungen ab, die auf den gelieferten Daten basieren. Überinterpretation gefährdet die Akzeptanz jeder Testmethode.

Entsprechen Mycometer-Ergebnisse KBE (koloniebildenden Einheiten) ?

Kultivierungsmethoden wie etwa Agarplatten, RODAC-Platten oder Dipslides können für die Quantifizierung von Pilzsporen, die üblicherweise (mit wenigen Ausnahmen) einzellig sind, verwendet werden. Eine Zelle = eine Kolonie. Schimmel jedoch besteht aus mehrzelligen Hyphen, so dass sich das Prinzip „eine Zelle = eine Kolonie“ nicht anwenden lässt. Da Sporen typischerweise lediglich aus 0-5% der gesamten im Schimmel vorhandenen Pilzbiomasse bestehen, sind Kultivierungsmethoden nicht gut geeignet, Pilzbiomasse (Schimmel) zu quantifizieren. Der Mycometer-Test hingegen quantifiziert Schimmel, indem die Enzymaktivität gemessen wird, die sowohl in Sporen als auch in Hyphen in ungefähr derselben Menge pro Biomasseeinheit vorhanden ist.

Ist Mycometer fair gegenüber dem kontraktor ?

Wenn man “fair” als Bestätigung oder Nachweis dafür versteht, dass der Kontraktor die Aufgabe erfüllt hat, Materialien wieder in einen unkontaminierten Zustand zurückzuversetzen, dann ist Mycometer absolut fair. Allerdings kann man durchaus sagen, dass Mycometer ein sehr genauer, unverfälschter Test ist, der für einige nicht effizient arbeitende Kontraktoren schwerer als zuvor angewandte Luftproben oder Sichtkontrollen zu handhaben ist.

Wie schneidet das Mycometer-verfahren im Vergleich zu ATP-basierten methoden ab ?

Untersuchungen, die auf Adenosintriphosphat (ATP) basieren, sind häufig sehr günstig, schnell und leicht zu handhaben, aber im Vergleich zu Mycometer sind sie deutlich weniger verlässlich. Insgesamt unterscheidet sich Mycometer stark von den ATP-basierten Methoden – hauptsächlich aus folgenden Gründen: 1. Das ATP-Molekül ist in allen lebenden Organismen vorhanden, was nicht der Fall ist bei dem Enzym ((N-Acetylhexosaminidase (NAHA)), das im Mycometer-Test gemessen wird. 2. Die dickwandigen Pilzzellen müssen geöffnet werden, damit ATP gemessen werden kann, während keine Extraktion notwendig ist, um NAHA zu messen. Das ATP-Molekül ist nicht pilzspezifisch, es ist in allen lebenden Organismen, in Zellen ebenso wie in Exudaten und Sekreten vorhanden. Die Enzymaktivität (NAHA, die mit der Mycometer-Methode nachgewiesen wird, auch wenn sie nicht rein pilzspezifisch ist, ist ein wesentlich spezifischerer Nachweis für das Vorhandensein von Pilzbefall. Ein Beispiel: Wischen Sie mit einem Finger über eine Oberfläche. Dieses wird große Mengen ATP auf der Oberfläche zurücklassen, während keinerlei NAHA nachgewiesen werden kann. Man führt gerne an, dass ATP zumindest verwendet werden kann, um zu testen, ob Oberflächen erfolgreich gereinigt wurden, obwohl es nicht pilzspezifisch ist: Wenn kein ATP auf der Oberfläche vorhanden ist, ist kein Schimmel mehr auf der Oberfläche. Oberflächlich betrachtet klingt das logisch und korrekt – das ist es jedoch nicht. Um ATP aus Pilzzellen zu messen, müssen die Zellwände geöffnet werden und das ATP muss extrahiert werden. In den meisten ATP-Untersuchungen werden keine Chemikalien hinzugefügt, um die Zellwände zu öffnen. Und selbst wenn man dieses tun würde, würde ein Öffnen der Zellen relativ lange dauern. Demzufolge messen die verfügbaren ATP-Untersuchungen nur einen geringen Anteil des ATPs im Pilz und führen so zu falschen, negativen Ergebnissen. In anderen Worten: Es kann Schimmel vorhanden sein, ohne durch ATP-Tests nachgewiesen zu werden. Zudem wurde der Mycometer-Test von der amerikanischen Umweltbehörde (EPA) und damit von einer unabhängigen Behörde anerkannt, die die Methode für hochgradig reproduzierbar befunden hat. Unseres Wissens gibt es keine ATP-Methoden oder –Verfahren, die von der US-EPA anerkannt sind.

Wie Schneiden Mycometer-ergebnisse im Verha¨ltnis zu Klebestreifen ab ?

Mycometer-Ergebnisse schneiden im Verhältnis zu Klebestreifen gut ab. Dieses gilt insbesondere dann, wenn die Mikroskopie von nur einer Person ausgeführt wird. Beide Methoden zielen darauf ab, Pilzbiomasse zu messen, sowohl Hyphen als auch Sporen. Auf Grund der subjektiven Natur der Mikroskopie, die der persönlichen Interpretation unterliegt, korrelieren die beiden Verfahren nicht immer gut. Eine weiterführende Beschäftigung mit dieser Korrelation findet sich in der Abhandlung „“Measuring the efficacy of Mold Remediation on Contaminated Ductwork” von J.D. Krause und Y.Y. Hamad.

Wer kann das Mycometer-Verhafen anwenden und welche kenntnisse sind dazu nötig ?

Jeder kann lernen, die Analyse durchzuführen. Jedoch müssen alle, die das Mycometer-Verfahren anwenden, eine Schulung durchlaufen. Ein Grundkurs ist im Internet oder auf USB-Stick erhältlich. Dieser enthält eine Anleitung über sämtliche Basisschritte des Probennehmens und der Analyse und wird mit einer Abschlussprüfung beendet. Die Vor-Ort-Schulung ist umfassender. Sie ist ein interaktiver Kurs mit einem hohen praktischen Anteil. Vor-Ort-Schulungen sind für Mycometer-Surface, Mycometer-Air und für Schüttgut (ebenso wie für Bactiquant-Surface und Bactiquant-Water) erhältlich. Jede Vor-Ort-Schulung dauert ca. 5 Stunden pro Kurs („Surface“ und „Air“) sowie zusätzliche 1-2 Stunden für die Untersuchung poröser Materialien. Alle Kurse schließen mit einer erforderlichen Abschlussprüfung ab. Auch bieten wir einen Kurs im Internet sowie auf CD-ROM an. In diesem werden sämtliche Schritte des Probennehmens, der Analyse sowie die Testfragen behandelt. Um die Abschlussprüfung zu bestehen, müssen mindestens 80% der Fragen korrekt beantwortet werden. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass eine persönliche Vor-Ort-Schulung die effektivere Variante ist.

Wichtige Fakten über Schimmelpilprobleme ?

Schimmelbefall sollte immer behandelt werden, unabhängig davon, um welche Art es sich handelt. Es mag Pilzarten geben, die stärkere Auswirkungen auf die Gesundheit als andere haben. Unbestritten ist jedoch, dass es keinen guten Schimmel gibt, wenn er in zu hoher Konzentration in Innenräumen vorkommt Schimmelprobleme sind vornehmlich eine Frage der Quantität. Je größer die von Schimmel befallenen Regionen sind, umso größer das Problem. Toter Schimmel sollte ebenso wie lebensfähiger Schimmel beseitigt werden. Schimmelsanierung bedeutet nicht, den Schimmel abzutöten, sondern (und das ist wichtiger) ihn zu beseitigen.

Mycometer-Surface Anwendungsbereiche

  • Überprüfung nach Sanierung (PRV = post remediation verification)
  • Dokumentation der Effizienz von Schimmelbeseitigung nach Oberflächenreinigung 
  • Dokumentation von Schimmelbefall
  • Dokumentation von Verfärbungen, die KEINEN Schimmelbefall bedeuten
  • Abgrenzung von nicht sichtbarem Schimmelbefall – in welchem Umfang muss gereinigt werden?
  • Dokumentation der Reinigung von Klimaanlagen